Die Sascha

Sascha, mit Brüsten, Rundungen, alles da, wo es sein soll. Ihr wird nachgesagt, sie sei sehr emotional, könne nicht logisch denken und einparken gleich gar nicht. Als Angehörige des „schwachen“ Geschlechtes weiß sie nie so richtig, was sie will. Wenn sie „NEIN“ sagt, meint sie vielleicht doch „ja“. Nicht nur deshalb braucht Sascha einen starken Part in ihrem Leben, der sagt, wo es lang geht, und der sie vor der grausamen Welt da draußen beschützt. Ihre Talente scheinen eher in der Kommunikation und zwischenmenschlichen Beziehungen zu liegen, weniger im handwerklichen Machen oder in einer analytischen Herangehensweise. Kein Wunder, dass Sascha schon im Kindergarten am liebsten mit Puppen gespielt hat, statt sich mit Autos oder Bauklötzen zu beschäftigen.Und genauso wenig ist es ein Wunder, dass Sascha schon da von der Gesellschaft in die richtige Kategorie gesteckt wurde. „Weiblich“, natürlich. Mit rosafarbener Kleidung. Natürlich.

Doch in Wirklichkeit denkt sich Sascha – Kann ich nicht einfach Mensch sein mit meinen eigenen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen? Ohne in eine Schublade gesteckt zu werden?

Der Sascha

Sascha, trinkfest, gestählter Körper und mit einem Geschlechtsmerkmal von mindestens 20 Zentimentern Länge. Er zählt zu Recht zur Gattung des „starken“ Geschlechts. Ihm wird nachgesagt, er redet nicht über Gefühle und zeigt diese erst recht nicht in Form von Tränen. In seinem Kopf geht es nur um Sex und die Eroberung des anderen Geschlechts. Mit Technik scheint er sich hervorragend auszukennen, das ist genau sein Thema. Und wenn es um Autos und Sport geht, ist er in seinem Kernelement. Logisch und analytisch denken? Kann Sascha. Im Haushalt kümmert er sich um alles Handwerkliche. Schon im Kindergartenalter konnte er sich wenig für die Spielküche begeistern, sondern eher mit Spielzeugautos seine kleine Welt erobern. Und schon in diesem Alter wurde Sascha in die richtige Kategorie gesteckt. „Männlich“, natürlich. Alles blau. Natürlich.

Doch in Wirklichkeit denkt sich Sascha – Kann ich nicht einfach Mensch sein, mit eigenen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen? Ohne in eine Schublade gesteckt zu werden?

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken